HANNOVER - Ein Verwaltungsangestellter soll die Stadt Hannover um 32 500 Euro betrogen haben. Der 50-Jährige soll zwischen 2001 und 2006 Gebühren in die eigene Tasche gesteckt haben, sagte ein Stadtsprecher am Mittwoch. Die Stadt löste den Arbeitsvertrag zum 31. Mai 2006 auf. Der Fall wurde jetzt publik, weil die Stadt vor das Arbeitsgericht zog, um das Geld zurückzufordern.

Der Sachbearbeiter habe den Bürgern angeboten, selber mit dem Geld zur Kasse zu gehen, während sie in seinem Büro warteten. Er soll dann das Geld, zwischen 25 und 30 Euro, eingesteckt haben, das Formular für die Gewerbeanmeldungen und -abmeldungen abgestempelt und unterschrieben haben. Der Mann flog auf, als städtische Ermittler auf Unstimmigkeiten stießen.

Die Vorsitzende Richterin am Arbeitsgericht Hannover unterbreitete beiden Parteien am Dienstag einen Vergleichsvorschlag. Demnach soll der 50-Jährige an die Stadt 26 500 Euro zurückzahlen. Der nächste Verhandlungstermin ist laut Stadtsprecher noch nicht anberaumt worden.