Hannover - Nach der ersten Aufarbeitung der Schicksale im Zusammenhang mit dem sogenannten Radikalenerlass hat die niedersächsische Landesbeauftragte Jutta Rübke weitere Konsequenzen gefordert. Das Thema der damaligen Berufsverbote müsse öffentlich diskutiert und Teil der politischen Bildung im Land werden, sagte Rübke. Sie werde dem Landtag zudem empfehlen, auch über eine finanzielle Rehabilitation Betroffener zu beraten.

Niedersachsen arbeitet als erstes Bundesland die Folgen des Erlasses auf. Von dem 1972 von Bund und Ländern beschlossenen Radikalenerlass waren dem Untersuchungsbericht zufolge in Niedersachsen insgesamt mehr als 200 Menschen betroffen, die meisten von ihnen Lehrer.