HANNOVER - Niedersachsens Finanzminister Hartmut Möllring tritt bei der Landtagswahl im Januar 2013 nicht noch einmal für die CDU an. Der 60-Jährige habe am Donnerstagabend seinen Verzicht auf eine neue Kandidatur erklärt, sagte der Geschäftsführer der CDU Hildesheim, Gero Wessel, am Freitag in Hildesheim. Möllring gilt als einer der wichtigsten Minister im Kabinett von Regierungschef David McAllister (CDU).
Möllring sagte, die Entscheidung sei ihm nicht leichtgefallen. „Politik macht mir auch heute noch Spaß. Aber irgendwann ist genug.“ Den Posten des Finanzministers hatte er im Jahr 2003 angetreten, der damalige Ministerpräsident Christian Wulff holte ihn in das Amt. Der 60 Jahre alte Möllring gilt als langjähriger Weggefährte Wulffs. Im niedersächsischen Landtag hatte er zuletzt für die Landesregierung zu der Wulff-Affäre Fragen beantwortet und dabei klar Stellung für das Staatsoberhaupt bezogen. Seit 1990 gehört er dem Landtag in Hannover als Abgeordneter an. Auf Bundesebene wurde Möllring auch dadurch bekannt, dass er in den Tarifverhandlungen für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst Verhandlungsführer der Länder ist. Der 60-Jährige gilt als „harter Hund“ und scharfzüngiger Redner. Seit der Regierungsübernahme von Christian Wulff 2003 verfolgte er als Finanzminister einen harten Sparkurs.
Der Rückzug von Niedersachsens Finanzminister Hartmut Möllring (CDU) hat nach Angaben der niedersächsischen Staatskanzlei nichts mit dem Rücktritt von Christian Wulff zu tun. 2013 nicht mehr für den Landtag zu kandidieren, sei eine Entscheidung gewesen, die Möllring als Abgeordneter getroffen habe, sagte Regierungssprecher Franz-Rainer Enste am Freitag in Hannover.
