HANNOVER - Der Sieg der CDU bei der Landtagswahl in Niedersachsen am 27. Januar ist jetzt amtlich.

Nach dem am Freitag in Hannover veröffentlichten Endergebnis erhielten die Christdemokraten 1 456 742 Stimmen. Das entspricht 42,5 Prozent. Sie verloren damit im Vergleich zur Wahl 2003 5,8 Prozentpunkte. Die SPD wurde von 1 036 727 Niedersachsen gewählt und erzielte nach Angaben von Landeswahlleiter Karl-Ludwig Strelen 30,3 Prozent – ein Verlust von 3,1 Punkten. Mit 8,2 Prozent (plus 0,1) und damit 279 826 Stimmen wurde die FDP drittstärkste Kraft. Die Grünen legten auf 274 221 Stimmen und somit um 8,0 Prozent zu (plus 0,4). Mit 243 361 Stimmen und 7,1 Prozent schaffte die Partei Die Linke auf Anhieb den Sprung über die Fünf-Prozent-Hürde und zog erstmals in den niedersächsischen Landtag ein.

Mit 57,1 Prozent sank die Wahlbeteiligung auf einen historischen Tiefstand. Auch Anzahl und Verteilung der Sitze blieb gegenüber dem vorläufigen Ergebnis aus der Wahlnacht unverändert. Die CDU erhält 68 Mandate, die SPD kommt auf 48 Sitze, die FDP auf 13 Sitze, die Grünen auf 12. Die Linke kann 11 Parlamentarier stellen.

Mit 152 Abgeordneten wird der neue Landtag, der am 26. Februar erstmals zusammentritt, kleiner sein als bisher. Angesichts leerer Kassen hatte das Parlament Ende 2004 beschlossen, die Zahl der Sitze von regulär 155 auf 135 zu reduzieren. Da die CDU jedoch mehr Direktmandate holte als ihr nach der Zahl der Zweitstimmen Sitze zugestanden hätten, erhalten die anderen Parteien insgesamt 17 Überhang- und Ausgleichsmandate.