HANNOVER - HANNOVER/BT - 2006, das war das Jahr des Zupackens. Das betont Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) in seiner am Freitag vorab veröffentlichten Neujahrsansprache für den Norddeutschen Rundfunk.

Dabei erinnerte Wulff an die Fußballweltmeisterschaft in Deutschland: „Vor allem die Bilder von fröhlichen Menschen, von ausgelassener Freude, die uns viele nicht mehr zugetraut hatten.“ Das Wort „Fanmeile“ sei zurecht zum Wort des Jahres gekürt worden, so Wulff.

Das Schönste sei aber, dass Mut und Zuversicht auch nach der Fußball-WM erhalten geblieben sind. Es herrsche zunehmend Optimismus, der sich auch an Zahlen festmachen ließe. Die Wirtschaft wachse wieder, und die Zahl der Arbeitslosen gehe deutlich zurück, hob der Ministerpräsident hervor. „Wir müssen unser Land mutig weiter verändern“, sagte Wulff. Besonders freue er sich darüber, dass die Zahl der jugendlichen Arbeitslosen in Niedersachen so stark gesunken sei wie sonst nirgendwo in Deutschland.

2007 gebe es nach langer Zeit wieder einen verfassungsgemäßen Haushalt, das Land könne endlich wieder in Bildung und Erziehung von Kindern und in neue Studienplätze investieren. Die Schulen seien auf die Zukunft ausgerichtet, niemals habe das Land so viele Lehrer beschäftigt wie heute, betonte Wulff. Auch in Projekte wie den Tiefwasserhafen Wilhelmshaven oder Radwege und Sportstätten könne investiert werden.

Neben den positiven Eindrücken des WM-Sommers erinnerte Wulff aber auch Schicksalsschläge des Jahres, wie das Transrapidunglück in Lathen, bei dem im September 23 Menschen ums Leben kamen. Bei den Angehörigen der Opfer sei er in diesen Tagen mit seinen Gedanken.