HANNOVER - HANNOVER/EPD - Der Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) hat die neue Übersetzung „Bibel in gerechter Sprache“ kritisiert. „Die ,Bibel in gerechter Sprache‘ eignet sich nach ihrem Charakter und ihrer sprachlichen Gestalt generell nicht für die Verwendung im Gottesdienst“, teilte die EKD am Wochenende mit. Sie sehe in der neuen Übersetzung vielmehr eine ergänzende Bibelausgabe.
Die „Bibel in gerechter Sprache“ war im vergangenen Oktober auf der Frankfurter Buchmesse vorgestellt worden. 52 Theologen arbeiteten fünf Jahre lang an der 2400 Seiten umfassenden Übersetzung, bei der nach Angaben der Bearbeiter ein besonderes Augenmerk auf die soziale Gerechtigkeit, die Geschlechtergerechtigkeit und die Ergebnisse des christlich-jüdischen Dialogs gelegt wurde.
Für die EKD sei jedoch Das entscheidende Qualitätskriterium jeder Übersetzung die Treue zum Ausgangstext.
