HANNOVER - In der Diskussion um die radikalislamischen Salafisten hat Niedersachsens Sozialministerin Aygül Özkan (CDU) ein hartes Vorgehen gefordert. „Es muss klar sein, dass sich jeder Mensch in Deutschland unabhängig von seiner Herkunft oder seinem Glauben an die Werte der freiheitlich-demokratischen Grundordnung zu halten hat“, sagte Özkan dieser Zeitung. „Insbesondere das Frauen- und Familienbild der Salafisten entspricht nicht der Art, wie die Mehrheit der Muslime in Deutschland und Europa leben wollen.“ Özkan sagte, die Salafisten dürften den Koran nicht als „Lockmittel missbrauchen“, um insbesondere junge Menschen für ihre Ideologie zu ködern.
Der Dialog mit den muslimischen Gemeinden in Niedersachsen sei gut, egal ob es um Religionsunterricht oder Integrationsarbeit gehe. „Extremistische Gedanken haben in unserem Zusammenleben und in unserem gesellschaftlichen Dialog nichts zu suchen“, sagte Özkan.
