Hannover/Oldenburg - Rund drei Monate nach der Einführung der Geschlechtsbezeichnung „divers“ haben kaum Eltern in Niedersachsen ihre Neugeborenen entsprechend eintragen lassen. Das geht aus einer dpa-Umfrage in sieben niedersächsischen Städten hervor. In diesem Jahr sei bisher in Hannover, Braunschweig, Wolfsburg, Osnabrück, Oldenburg und Lüneburg kein Baby als divers gemeldet worden. Lediglich in Göttingen gab es einen Fall.
Der Bundestag hatte im Dezember die Einführung der zusätzlichen Geschlechtsbezeichnung beschlossen. Eltern können ihre Babys als divers eintragen lassen, wenn eine ärztliche Bestätigung vorliegt. Auch erwachsene Intersexuelle haben die Möglichkeit, ihr Geschlecht in Dokumenten nachträglich ändern zu lassen.
