HANNOVER/OLDENBURG - HANNOVER/OLDENBURG/SE - Ärger wegen langsamer Ermittlungen: Wie jetzt bekannt wurde, mussten im Gerichtsbezirk Oldenburg 2006 vier Verdächtige vor ihrem Prozess aus der Untersuchungshaft entlassen werden. Das Justizministerium sprach von „bedauerlichen Einzelfällen“. Es sei Zufall, dass alle Fälle aus Oldenburg stammten, erklärte Ministeriumssprecher Dennis Weilmann. „Alle vier sind inzwischen verurteilt.“ Laut Weilmann ging es um Diebstahl und Drogendelikte. Er betonte, dass die Zahl der Fälle durch Maßnahmen des Ministeriums seit 2002 rückläufig sei. Damals mussten neun Verdächtige entlassen werden. Die Dauer der U-Haft darf in der Regel sechs Monate nicht überschreiten. „Wir brauchen mehr Personal“, sagte der Oldenburger Generalstaatsanwalt Horst-Rudolf Finger.