HANNOVER - HANNOVER/DPA - Die Opposition im niedersächsischen Landtag hat der Landesregierung vorgeworfen, zu wenig für die Integration von Zuwanderern zu tun.
Der SPD-Innenpolitiker Heiner Bartling kritisierte am Donnerstag bei den Haushaltsberatungen, die CDU/FDP-Koalition stelle zu wenig finanzielle Mittel für die Integrationspolitik zur Verfügung. „Wer Integration fordert, muss sie auch fördern.“ Nötig sei ein „integrationspolitischer Klimawandel“.
Die Grünen-Abgeordnete Georgia Langhans sagte, das, was die Landesregierung tue, sei „armselig“. Innenminister Uwe Schünemann (CDU) dagegen nannte die Integrationspolitik Niedersachsens im Ländervergleich führend.
Schünemann verwies auf das Osnabrücker Projekt „Integrationslotsen“, das nun flächendeckend eingeführt werden soll. Dafür stelle das Land eine halbe Million Euro bereit. Bei dem Projekt fungieren integrierte Migranten als Vermittler und Ansprechpartner und helfen Zuwanderern etwa bei Behördengängen.
