HANNOVER - Die Vorstandswahlen im Januar werfen ihre Schatten voraus. Die Grünen sehen sich gut aufgestellt.

Von Marco Seng,

Redaktion Hannover

HANNOVER - Bei ihrem Parteitag am Sonnabend in Melle wollen die niedersächsischen Grünen über die Folgen der Globalisierung diskutieren. Der Blick richtet sich aber bereits auf das nächste Delegiertentreffen im Januar 2007 in Stade. Dann steht die Wahl eines neues Landesvorstandes an. Viele erwarten deshalb in Melle ein Schaulaufen der möglichen Kandidaten. Vor allem um die Position des Landeschefs wird ein hartes Ringen vorhergesagt. Der amtierende Landeschef Raimund Nowak sprach am Donnerstag von einer „erstaunlichen Nachfrage“. Bei ihm hätten sich viele geeignete Interessenten gemeldet. Namen wollte Nowak nicht nennen. Offiziell hat nur die bisherige Landesvize und Landtagsabgeordnete Filiz Polat ihren Hut in den Ring geworfen.

Die Neuwahl ist nötig, weil die bisherige Co-Vorsitzende Susanne Leifheit nach nur einem Jahr ihr Amt aufgibt. Sie kehrt zu ihrem Arbeitgeber VW zurück. Nowak, der ursprünglich Platz für Jüngere machen wollte, stellt sich deshalb zur Wiederwahl. Auch die Oldenburgerin Rita Schilling wird aus dem fünfköpfigen Vorstand ausscheiden.

14 Monate vor den Landtagswahlen sieht sich die Öko-Partei gut aufgestellt. „Die Grünen sind in exzellenter Verfassung“, erklärte Nowak. Bei allen Wahlen seit 2003 habe die Partei zulegen können. Mit 1011 Mandaten habe man bei den Kommunalwahlen im September das beste Ergebnis aller Zeiten erziehlt. In zwölf von 48 Kreisen und kreisfreien Städten regierten die Grünen inzwischen mit. Auch mit der Mitgliederentwicklung ist der Vorstand zufrieden. Nowak sprach von einem Plus von drei Prozent für 2006. Im kommenden Jahr soll an der 5000-Marke gekratzt werden.

In Melle gehören der Nichtraucherschutz, die Sterbehilfe und der Kampf gegen den Hunger zu den Themen. Unter dem Motto „Peine, Pattensen, Peking – Landespolitik im Zeichen der Globalisierung“, soll vor allem über den Klimaschutz debattiert werden. „Der Parteitag wird nicht langweilig, sondern spannend“, erklärte Leifheit. Es gebe viele Anträge.