HANNOVER - Das Landeskriminalamt (LKA) Niedersachsen hat nach eigenen Angaben im Vorjahr bei Routine-Recherchen im Internet mehr als 2000 Fälle von Kinderpornografie entdeckt. Das sei aber nur die Spitze des Eisbergs, betonte LKA-Sprecher Frank Federau. „Das Internet hat unzählige Seiten und wächst rasant an. Wir können da nur einen Bruchteil der Straftaten auffinden.“

Zudem ließen sich Nutzer von Kinderporno-Seiten häufig nicht zurückverfolgen und kämen deshalb immer wieder ungeschoren davon.

Seit Ende 2006 durchforsten acht Beamte des Landeskriminalamtes in Hannover bei der sogenannten anlassunabhängigen Recherche das Internet. Dabei suchen sie neben Kinderpornografie auch terroristische Propaganda oder gewaltverherrlichendes Material.

Die „virtuellen Streifengänge“ im Internet sollen laut Federau einen ständigen Verfolgungsdruck auf Straftäter im Internet aufbauen und somit in erster Linie abschreckend wirken.