HANNOVER - Der Fahrer- Rauswurf im Sozialministerium hat möglicherweise ein parlamentarisches Nachspiel. Die Landtags-Grünen kritisierten das Verhalten von Sozialministerin Aygül Özkan (CDU) scharf. „Ein Vorbild für Fürsorge und soziales Arbeitgeberverhalten ist das nicht“, sagte die Grünen-Abgeordnete Ursula Helmhold dieser Zeitung. Das erinnere an Özkans Zeit als Managerin beim Postdienstleister TNT, als sie für Niedriglöhne mitverantwortlich gewesen sei.
Özkan hatte ihren persönlichen Fahrer im Streit um Überstunden gefeuert. Im Ministerium war von einem gestörten „Vertrauensverhältnis“ die Rede, weil sich der Fahrer an den Personalrat gewandt hatte. Besonders brisant: Die Ministerin ließ sich häufig zu ihrer Privatwohnung in Hamburg chauffieren. Eine gütliche Einigung vor Gericht war am Freitag gescheitert, Anfang Juni soll der Prozess fortgesetzt werden.
