HANNOVER - Erstmals seit 1995 hat Niedersachsen wieder einen Landesrabbiner: Mit der Ernennung von Jonah Sievers am Sonntag in das Spitzenamt will die wachsende jüdische Gemeinschaft ihre Strukturen und den Dialog mit der Außenwelt stärken.

Der 37-jährige Sievers, der sein bisheriges Amt als Braunschweiger Rabbiner beibehält, möchte sich vor allem um die weitere Etablierung jüdischen Religionsunterrichts in Niedersachsen kümmern. Seit Anfang der 90er Jahre hat sich die Zahl der Menschen jüdischen Glaubens in Niedersachsen von 600 auf rund 9000 verfünfzehnfacht. Grund für das Wachstum ist die Zuwanderung aus Osteuropa.