Hannover - Nach zwei Pferderissen im Landkreis Nienburg wird die Ende März zunächst gestoppte Jagd nach dem Leitrüden des sogenannten Rodewalder Wolfsrudels wieder aufgenommen. Die Auswertung von DNA-Analysen habe einen Zusammenhang mit dem Rodewalder Rudel nachgewiesen, sagte Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies (SPD) am Mittwoch im Landtag.
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Die Prüfung des Rissvorfalls habe außerdem ergeben, dass das Rudel wie vermutet die problematischen Jagdtechniken zum Töten von ausreichend geschützten großen Huftieren von dem Rüden mit der Kennnummer GW717m übernommen habe und weiter anwende. „Daher wird aktuell eine neue Ausnahmegenehmigung zur Entnahme des Rodewalder Rüden vorbereitet“, erklärte Lies.
Sollten nach einem Abschuss weitere Übergriffe erfolgen, könne so lange jeweils ein weiteres Tier des Rudels entnommen werden, bis weitere Schäden ausblieben. Gegebenenfalls sei hierfür eine weitere Ausnahmegenehmigung erforderlich, fügte Lies hinzu. Bei dem Angriff auf die mit einem Schutzzaun gesicherte Pferdeweide in der vorvergangenen Woche war ein weiteres Pferd schwer verletzt worden.
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Für den Rüden galt 14 Monate lang und bis Ende März eine Ausnahmegenehmigung zum Abschuss, da er zuvor schon andere Weidetiere gerissen hatte. Der Wolf entwischte seinen Jäger aber immer wieder. Die Genehmigung lief schließlich aus, nachdem es nicht mehr zu gemeldeten Rissen auf ausreichend geschützte Weidetiere durch GW717m kam.
