HANNOVER -
Redaktion hannover
HANNOVER - Die Eskapaden des Landtagspräsidenten sind in Erinnerung geblieben. Doch nicht nur Jürgen Gansäuer sorgte 2006 in der Landespolitik für Schlagzeilen. Die wochenlangen Streiks im öffentlichen Dienst, das Gerangel um den Ladenschluss und die Kontroverse um einen Untersuchungsausschuss zum Transrapid-Unglück waren einige der Themen, die Regierung und Opposition bewegten. Höhepunkt des Jahres war die Kommunalwahl. Und es überrascht kaum, dass sich alle vier im Landtag vertretenen Parteien bestätigt sehen. Die CDU bleibt landesweit stärkste Kraft in den Kommunen, die SPD regiert dafür in den meisten großen Städten Niedersachsens.Der Blick in den Parteizentralen richtet sich jetzt bereits auf die Landtagswahl 2008. Knapp ein Jahr vor dem Urnengang hat die schwarz-gelbe Koalition in allen Umfragen die Nase vorn. Sie profitiert vor allem von der Popularität von Ministerpräsident Christian Wulff (CDU).
Mehr Kopfzerbrechen bereitet Wulff das neue Selbstbewusstsein des Koalitionspartners. Die FDP versucht, vor allem in der Justiz- und Innenpolitik ihr Profil zu schärfen. So gelang es den Liberalen, die Sterbehilfepläne von Justizministerin Heister-Neumann zu stoppen. Bei Asylpolitik und Killerspielen lauern Konflikte mit Innenminister Schünemann. Der zunehmende Konfrontationskurs der FDP ist vor allem mit dem Namen Philipp Rösler verbunden. Im März wurde er als Nachfolger von Walter Hirche zum neuen Landeschef gewählt. Rösler könnte ihn bei einem Wahlsieg 2008 auch als Minister beerben.
Die Opposition hofft für 2007 auf einen Umschwung in der Wählergunst. Die SPD setzt dabei auf ihren Spitzenkandidaten Wolfgang Jüttner. Bei den Grünen steht erneut ein Personalwechsel an. Landeschefin Susanne Leifheit gibt ihr Amt im Januar nach nur einem Jahr wieder ab.
Viel Zeit zum Verschnaufen bleibt den Parteien nicht. Im Januar beginnt mit der Aufstellung der Wahlkreiskandidaten und der Landeslisten der Wahlkampf.
