HANNOVER -
Antikörper werden direkt in die Venen gespritzt. Gesundes Gewebe bleibt erhalten.
HANNOVER/DPA - Im Kampf gegen Krebs haben Nuklearmediziner in ersten Studien eine schonende Therapie entwickelt. Die so genannte Radioimmuntherapie sei oft die einzige Möglichkeit, im Körper nicht zu lokalisierende Krebszellen zu zerstören, sagte Wolfram Knapp, Präsident der Jahrestagung Nuklearmedizin, am Donnerstag in Hannover.Statt den Patienten von außen zu bestrahlen, werden dabei Antikörper in die Vene gespritzt. Diese transportieren hochwirksame radioaktive Substanzen direkt zu den erkrankten Zellen. So verhindern die Ärzte, dass auch gesundes Gewebe zerstört wird. Erste klinische Ergebnisse zeigen ein großes Potenzial für dieses Verfahren. Die Patienten müssen für die Behandlung wegen der Strahlung mindestens 48 Stunden in eine
nuklearmedizinische Klinik aufgenommen werden. Mehr Informationen unter www.radioimmun.de
