Hannover - Nach Ansicht der Beschwerdestelle jugendschutz.net sollen Betreiber von Online-Diensten mehr gegen sexuelle Übergriffe tun. „Firmen sollten ihre Dienste so gestalten, dass es dort für Kinder und Jugendliche keine Risiken gibt“, sagte Sarah Dobner, Mitarbeiterin von jugendschutz.net, am Mittwoch bei einer Tagung in Hannover. Dort tauschten sich Fachkräfte aus Jugendarbeit und Schule über das Thema aus.

Laut Dobner begegnen Nutzern bei Online-Spielen und Messenger-Apps sexuelle Übergriffe. Expertin Dobner verwies auf Ergebnisse einer Befragung des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen (KFN) von Jugendlichen der neunten Jahrgangsstufe. Beim sogenannten Niedersachsensurvey gaben 2017 15 Prozent der Befragten an, im Internet schon einmal mit Nacktfotos und Gesprächen über Sex konfrontiert worden zu sein. 6 Prozent erhielten im Internet Aufforderungen zu sexuellen Handlungen.