HANNOVER - Ein aus 117 Einzelstücken bestehender Schatz aus reinem Gold ist am Mittwoch in Hannover vorgestellt worden. Er stammt aus der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts vor Christus und hat ein Gesamtgewicht von etwa 1,8 Kilogramm, wie Dietmar Vonend vom Niedersächsischen Landesamt für Denkmalpflege sagte.
Der Schatz war im April 2011 im Landkreis Diepholz bei archäologischen Ausgrabungen entlang der geplanten nordeuropäischen Erdgasleitung gefunden worden. Niedersachsens Kulturministerin Johanna Wanka (CDU) bezeichnete den Fund als „Gold des Wissens“. Er könne neue Erkenntnisse über das Leben unserer Vorfahren liefern. Der Fund besteht aus Spiralen, einem Armband, einem Wendelring sowie einer Gewandspange. Vermutlich befand sich das Gold in einem Beutel aus Tuch oder Fell. Warum der Schatz vergraben wurde, sei bisher nicht bekannt, sagte Vonend. Es könne sich um ein Händlerversteck oder einen Weihefund handeln.
Wanka kündigte ein Forschungsprojekt zu den Goldfunden in Niedersachsen an, bei dem auch die Beziehungen zu anderen Ländern in jener Zeit untersucht werden.
