HANNOVER - Freiwillige Bürgerstreifen sorgen bislang in acht Städten in Niedersachsen für Recht und Ordnung. Nach dem Willen von Innenminister Uwe Schünemann (CDU) sollen sich künftig mehr Kommunen an dem Projekt beteiligen.

Schünemann zog am Montag in Hannover eine positive Bilanz der Testphase mit dem Freiwilligen Ordnungs- und Streifendienst (FOSD). „Das ist eindeutig ein Erfolg nach zwei Jahren. Ich bin sicher, dass sich jetzt noch mehr Kommunen dafür interessieren werden.“ Beteiligt waren die Städte Celle, Nordhorn, Stade, Wittingen und die Gemeinden Belm, Bersenbrück, Goldenstedt und Hermannsburg. Belm ist inzwischen wieder ausgestiegen, die anderen wollen das Projekt fortsetzen.

Die Einführung der Bürgerstreifen vor zwei Jahren war heftig umstritten. Dabei zeigen ehrenamtliche Bürger in Uniformen Präsenz auf den Straßen. Sonderbefugnisse haben sie dabei nicht. Die Anzahl der eingesetzten Bürger reicht von einer Person in Wittingen bis zu 14 in Stade. „Das Sicherheitsgefühl ist erheblich besser geworden“, sagte Schünemann. Von den befragten Frauen fühlten sich sogar fast 100 Prozent sicherer. Dies habe eine repräsentative Bürgerbefragung in den Test-Kommunen ergeben.