HANNOVER - Kinder trauern anders. Diese Erfahrung hat Kornelia Reinke-Westerholz gemacht. Seit vielen Jahren betreut sie Trauernde, die einen geliebten Menschen verloren haben. Gleichzeitig hat die Erzieherin die Erfahrung gemacht, dass es kaum Anlaufstellen für Heranwachsende gibt, die einen Angehörigen oder nahestehenden Menschen verloren haben. „Das wollte ich ändern.“ Am Freitag eröffnet die dreifache Mutter mit dem Verein „Löwenzahn“ das erste Zentrum für trauernde Kinder und

Jugendliche in der Region Hannover.

„Wir werden hier viel gemeinsam reden, lachen und weinen“, sagt die Erzieherin. Sie und neun weitere ehrenamtliche Mitarbeiter bieten Begleitung und keine Therapie. Schon

nach den Sommerferien sollen die ersten Trauergruppen mit ihren 14-tägigen Treffen starten.