HANNOVER - In der Wolfsburger Stadtwerke-Affäre um mögliche unerlaubte Wahlkampfhilfe für die CDU hat die Schlüsselfigur Maik Nahrstedt eine folgenreiche Niederlage vor Gericht kassiert. Das Landesarbeitsgericht in Hannover erklärte die Betriebsratswahl bei den Stadtwerken, bei denen Nahrstedt zum Vize-Betriebsratschef gewählt wurde, in einem Mittwoch veröffentlichten Urteil für unwirksam.
Wegen seines Betriebsratsamtes hatte Nahrstedt seine Kündigung sowie die Durchsetzung eines Hausverbotes bei den Stadtwerken blockieren können. Jetzt allerdings könne Nahrstedt entlassen und ihm der Zutritt zu den Stadtwerken verwehrt werden, erklärte ein Gerichtssprecher.
Unterdessen fordern die Stadtwerke von Nahrstedt rund 330 000 Euro zurück, weil er von 2001 bis 2009 Arbeitszeitbetrug zum Nachteil der Stadtwerke begangen haben soll.
