HANNOVER - HANNOVER/DPA - Zwei Wochen nach der Kommunalwahl sind die Bürger in 82 niedersächsischen Städten und Landkreisen am Sonntag dazu aufgerufen, in Stichwahlen ihre Landräte, Bürgermeister und Oberbürgermeister zu bestimmen. 163 Kandidaten gehen ins Rennen. Hintergrund der ungeraden Zahl: Ein Kandidat hat seine Kandidatur zurückgezogen, sein Kontrahent muss trotzdem noch gewählt werden.

Im Hinblick auf die Wahlbeteiligung befürchten Politiker nichts Gutes. Bei der Kommunalwahl 2001 hatte die Beteiligung im ersten Wahlgang bei mageren 56,2 Prozent gelegen, bei der Stichwahl fiel sie gar auf 39,1 zurück.

In der Region Hannover kämpfen SPD-Politiker Hauke Jagau (SPD) und CDU-Kandidat Max Matthiesen (CDU) um das Amt des Präsidenten. In Oldenburg, Göttingen, Wolfsburg und Osnabrück konnte sich noch kein Kandidat als neuer Oberbürgermeister feiern lassen.

In Osnabrück wird ein Kopf-an-Kopf-Rennen erwartet. CDU-Bewerber Wolfgang Griesert liegt nach dem ersten Wahlgang mit 36,8 Prozent der Stimmen nur um 2,4 Prozentpunkte vor seinem SPD-Kontrahenten Boris Pistorius. Wolfsburgs Oberbürgermeister Rolf Schnellecke (CDU) muss sich vor der Stichwahl keine großen Sorgen machen. Mit 49,2 Prozent der Stimmen war er nur knapp am Sieg im ersten Wahlgang vorbei geschrammt. Damit liegt er weit vor seiner Herausfordererin Renate Jürgens-Piper (SPD).

In Göttingen geht SPD-Kandidat Wolfgang Meyer als klarer Favorit ins Rennen. Er erreichte im ersten Wahlgang rund 41 Prozent, 16 Prozentpunkte mehr als sein Herausforderer Daniel Helberg (CDU). Die Grünen haben eine klare Wahlaussage zu Gunsten des SPD-Politikers getroffen.