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Strände Land kassiert bei Inseln – jetzt droht höhere Kurtaxe

Marco Seng

HANNOVER - Das Land Niedersachsen will bei den Ostfriesischen Inseln mehr Geld abkassieren. Das Landwirtschaftsministerium verhandelt derzeit mit den Inselgemeinden über eine „Angleichung“ der Strandgebühr. Die Inseln fordern dagegen eine Abschaffung der Gebühr für die Strandnutzung und warnen vor einer Erhöhung der Kurtaxe.

„Man kann nicht ausschließen, dass das für Einzelne teurer wird“, sagte der Sprecher des Landwirtschaftsministeriums, Christian Wittenbecher, der

NWZ

. Die Beträge seien aber für den Haushalt der Inseln nicht belastend. Laut Wittenbecher soll eine mögliche Neuregelung bis 2015 in Kraft treten.

Die Strände auf sechs Inseln gehören dem Land. Nur der Strand von Wangerooge gehört dem Wasser- und Schifffahrtsamt, einer Bundesbehörde. Die Insel darf ihn kostenlos nutzen, muss sich aber um den Erhalt kümmern. Fünf Inseln zahlen Gebühren zwischen 4300 Euro jährlich (Baltrum) und 22 000 Euro (Borkum). Norderney soll als Staatsbad auch künftig nicht zur Kasse gebeten werden.

„Wir sind grundsätzlich gegen die einheitliche Strandnutzungsgebühr“, sagte Wangerooges Bürgermeister Holger Kohls, der auch Sprecher der Inseln ist. „Wir können das nicht finanzieren.“ Kohls befürchtet eine weiter steigende Strandpacht. Auch die Bürgermeister von Borkum, Baltrum und Langeoog äußerten sich kritisch zu den Plänen. Das Land wolle zudem den Unterhalt der Dünen- und Wanderwege auf die Inseln abwälzen, erklärte Kohls. Der SPD-Landtagsabgeordnete Wiard Siebels (Aurich) forderte die Landesregierung auf, den Inseln keine zusätzlichen Lasten aufzubürden. „Am Ende werden die Touristen das finanzieren müssen“, sagte Siebels der

NWZ

.

Finanzminister Hartmut Möllring (CDU) hat dagegen seine Pläne aufgegeben, die Strände des Landes zu verkaufen. Das sei rechtlich zu schwierig, hieß es.

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