HANNOVER - HANNOVER/DPA - Rund 2500 Beschäftigte des öffentlichen Dienstes in Niedersachsen haben im Tarifkonflikt zwischen dem Land und der Gewerkschaft „Verdi“ am Donnerstag die Arbeit niedergelegt.

Die mittlerweile 13. Streikrunde begann nach „Verdi“-Angaben am Morgen in der Universitätsklinik Göttingen, in der Medizinischen Hochschule Hannover sowie in den Landeskrankenhäusern Hildesheim und Wunstorf. Die Beschäftigten waren entweder zu vierstündigen Warnstreiks oder zu ganztägigen Streiks aufgerufen. Die Streikenden wollten Druck ausüben, um Bewegung in die stockenden Tarifgespräche für Arbeiter und Angestellte der Länder zu bringen.

Bei der Gegenseite, der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL), stießen die Arbeitskampfmaßnahmen auf Unverständnis. Bereits Ende September sei die Wiederaufnahme von Verhandlungen vereinbart worden.

Somit seien die Streiks „völlig unnötig“, sagte Niedersachsens Finanzminister Hartmut Möllring (CDU), der TdL-Vorsitzender ist. „Verdi“-Sprecher Ulf Birch entgegnete, für Anfang November sei nur ein Spitzengespräch anberaumt worden. Das sei formal nicht die Fortsetzung der Tarifverhandlungen.

Auch die Beschäftigten der Straßen- und Autobahnmeistereien der Region Hannover, Hameln, Hildesheim und Braunschweig schlossen sich dem Arbeitskampf an. Die Beschäftigten wollen erreichen, dass der Tarifvertrag, der seit dem 1. Oktober in Bund und Kommunen gilt, auch auf Landesebene eingeführt wird. Außerdem fordern sie den Erhalt der 38,5-Stunden-Woche und die Rücknahme der Streichung des Weihnachts- und Urlaubsgeldes.