HANNOVER - Nach dem Debakel bei der Landtagswahl will die niedersächsische SPD-Landtagsfraktion wieder deutlicher Profil zeigen. Bei einer dreitägigen Klausur auf der Nordseeinsel Borkum suchen die 48 Abgeordneten bis zum Dienstag nach Verbesserungen ihrer Oppositionsarbeit.
Fraktionschef Wolfgang Jüttner sagte vor Beginn der Tagung: „das inhaltliche Profil ist öffentlich nicht genügend erkennbar geworden“. Die SPD müsse stärker als die große Oppositionspartei wahrgenommen werden. Er wolle mit viel „Biss“ in die Auseinandersetzungen im Landtag gehen, sagte Jüttner.
Die Abgeordneten wollen am heutigen Montag mit ihrer inhaltlichen Arbeit beginnen. Sie werden unter anderem über die Zukunft der Jobcenter und über Möglichkeiten einer Kreisreform diskutieren. Zusammenschlüsse von Landkreisen sind hoch umstritten auch innerhalb der SPD. Außerdem wird sich die Fraktion auf die bevorstehende Landtagssitzung am Mittwoch und Donnerstag vorbereiten. Dabei geht es unter anderem um die Gründung von Gesamtschulen in Niedersachsen.
