HANNOVER - Der Vorstandschef der Krankenkasse KKH-Allianz, Ingo Kailuweit, hält die Zukunft des Gesundheitsfonds nach der Bundestagswahl für fraglich. „Es gibt keine Signale der Parteien, dass es so bleiben muss“, sagte Kailuweit.

Der Gesundheitsfonds werde in den Programmen der Parteien gar nicht genannt. Nach seiner Ansicht hat der Fonds bisher kein Finanzierungsproblem der gesetzlichen Krankenversicherung gelöst und muss überprüft werden. Seit Anfang dieses Jahres gilt mit der Einführung des Gesundheitsfonds ein Einheitssatz bei den Kassenbeiträgen für gesetzlich Versicherte.

Kailuweit kritisierte, dass der Bund die Einnahmeausfälle aufgrund der Konjunkturkrise von rund drei Milliarden Euro für dieses Jahr nur mit einem Darlehen ausgleichen wolle. Der Kassenchef forderte stattdessen einen Bundeszuschuss. Sollten die Krankenkassen aber 2011 das Darlehen zurückzahlen müssen, werden diese nach seiner Einschätzung flächendeckend einen Zusatzbeitrag von den Versicherten erheben müssen.