HANNOVER - HANNOVER/DPA - Bei der Vorbereitung zu den Kommunalwahlen am 10. September hat es in einigen Kommunen Niedersachsens Pannen gegeben. Landeswahlleiter Karl-Ludwig Strelen sagte am Freitag in Hannover, er wisse von zwei Landkreisen und einer Stadt, in denen Stimmzettel neu gedruckt werden mussten. Manche Kommunen wählten ein zu kleines Papierformat, so dass die Anordnung der Wahlvorschläge Probleme machte. Es konnte der Eindruck entstehen, dass Kandidaten herausgehoben würden.
„Hier kommen merkwürdige Sparsamkeits-Gesichtspunkte zum Vorschein“, sagte Strelen. Der Landkreis Gifhorn etwa muss rund 135 000 Stimmzettel für die Landratswahl wegen eines Formfehlers neu drucken lassen.
Erstmals bei Kommunalwahlen wird auch der Geburtsjahrgang der Kandidaten auf den Stimmzetteln angegeben. Der Eindruck von den Kandidaten solle dadurch ein wenig vollständiger werden, sagte Strelen. Er hofft, dass die Wahlbeteiligung nicht unter das Ergebnis der vorherigen Wahl im Jahr 2001 fallen wird, als sie mit 56,2 Prozent so niedrig wie noch nie bei niedersächsischen Kommunalwahlen war.
Von den rund 7,9 Millionen Einwohnern Niedersachsens sind rund 6,4 Millionen wahlberechtigt. In der Gruppe der 16- bis 21-Jährigen dürfen 431 000 an die Wahlurnen gehen. Bei den Kommunalwahlen werden 2230 kommunale Vertretungen wie Kreistage, Städte- und Gemeinderäte neu oder erstmals gewählt. Außerdem wird in 318 Kommunen über Landräte, Bürgermeister und einen Regionspräsidenten für die Region Hannover direkt abgestimmt.
