HANNOVER - HANNOVER/SE - Die bevorstehende Bundestagswahl scheint die Bürger in Niedersachsen zu elektrisieren. Knapp eine Woche vor dem Urnengang hat bereits jeder Zehnte seine Stimme per Briefwahl abgegeben. Laut Landeswahlleiter Karl-Ludwig Strelen liegt die Quote derzeit bei 10,2 Prozent der Wahlberechtigten. Damit könnte das Ergebnis der Bundestagswahl 2002 übertroffen werden. Damals hatten 12,6 Prozent der rund 6,1 Millionen Wahlberechtigten das Angebot der Briefwahl genutzt. „Wir gehen davon aus, dass diese Zahl wieder erreicht wird“, sagte der Landeswahlleiter am Freitag in Hannover.

Sorgen bereitet Strelen die Nachwahl in einem Dresdener Wahlkreis, wo durch den Tod einer NPD-Kandidatin möglicherweise erst Wochen nach dem eigentlichen Wahltermin abgestimmt werden kann. Daher kann der Landeswahlleiter am 18. September kein endgültiges Ergebnis vorlegen. Ohne Ergebnis aus Sachsen könne der Bundeswahlleiter nicht feststellen, wie sich die Kräfteverhältnisse im Bundestag auf die Länder verteilten.

Er könne zwar die Stimmenzahlen präsentieren, wie viele Abgeordnete der niedersächsischen Parteien am Ende über die Landeslisten ins Parlament einziehen, bleibe aber vorerst offen.