HANNOVER - Nach Ansicht von Niedersachsens neuem Verfassungsschutzpräsidenten Hans Wargel müssen die Behörden stärker gegen gewaltbereite Linksextreme vorgehen. „Ich bin immer wieder empört, wenn ich den Hass und die Verachtung für diesen Rechtsstaat miterleben muss“, sagte Wargel dem Radiosender NDR-Info.

Der 54 Jahre alte Wargel tritt an diesem Montag sein Amt als oberster Verfassungsschützer in Niedersachsen an, zuvor hatte er fünf Jahre lang als Präsident die Polizei in Göttingen geleitet. Trotz der zunehmenden Gewaltbereitschaft von Links- oder Rechtsextremen geht nach Angaben von Wargel keine Terrorgefahr von diesen Gruppen aus. Anders sehe es beim islamischen Extremismus in Niedersachsen aus. „Wir können nicht davon ausgehen, dass wir hier frei von Bedrohung wären“, sagte Wargel.