Holzminden - Niedersachsens erste Heimatschutz-Kompanie ist aktiv. Die aus Bundeswehr-Reservisten gebildete Einheit wurde am Freitag von Bundesverteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) in Holzminden in Dienst gestellt. In den Heimatschutz-Kompanien werden Reservisten auch künftig für die deutsche Bundeswehr eine große Bedeutung behalten, sagte der CDU-Politiker nach Angaben eines Bundeswehrsprechers.
Die offiziell als „Regionale Sicherungs- und Unterstützungskräfte“ (RSU) bezeichneten Reservisten-Einheiten sollen die Bundeswehr im Katastrophenfall oder bei schweren Unglücksfällen unterstützen. Im Bedarfsfall sollen sie aber auch Wach- und Sicherungsaufgaben übernehmen.
Die Kompanien seien für Reservisten offensichtlich sehr attraktiv, sagte der Sprecher Jürgen Engelhardt. Für die RSU „Solling“ in Holzminden, der derzeit 123 Reservisten angehören, habe es erheblich mehr Bewerber als Stellen gegeben.
Bis zum Jahresende sollen in Niedersachsen zwei weitere RSU-Kompanien in Dienst gestellt werden. Als Standorte sind Wittmund und Lüneburg vorgesehen, sagte Engelhardt. Bundesweit sind 30 Heimatschutz-Kompanien geplant. Im vergangenen Jahr hatte Bremen als erstes Bundesland eine entsprechende Einheit erhalten. Anlass für die Einrichtung ist die Verkleinerung der Bundeswehr.
