HILDESHEIM - Nach fast dreihundert Jahren geht die Garnisonszeit von Hildesheim zu Ende. „Bis zum Jahresende werden die zuletzt noch rund 240 Soldaten die Stadt verlassen“, sagte der Presseoffizier der 1. Panzerdivision, Hauptmann Markus Schlenker, am Dienstag.
Seit 1710 waren in der Stadt hannoversche, preußische und französisch-westfälische Truppen stationiert. In den 1980er Jahren waren mehr als 4000 Soldaten in der Stadt stationiert, darunter rund 1400 von der britischen Armee. Am Dienstag wurde mit einem Appell und dem Großen Zapfenstreich nun feierlich Abschied genommen. „Natürlich wird uns wehmütig, wenn die letzten Soldaten Hildesheim verlassen“, sagte Oberbürgermeister Kurt Machens (parteilos). Erfreulich sei allerdings, dass die weitere Nutzung der Bundeswehrliegenschaften nahezu komplett sichergestellt sei.
So sind die Musikschule und der Malteser Hilfsdienst schon in die Waterlookaserne eingezogen. Die Dr. Julius-Schöps-Kaserne soll als Gewerbe- und Dienstleistungsstandort dienen, und in der Ledeburgkaserne öffnet bald ein Klinikum mit Krankenhaus und Facharztzentrum. Nur die weitere Nutzung der Mackensenkaserne ist noch nicht abschließend gesichert.
