HUDE/OLDENBURG -
Carl-friedrich ehlers
HUDE/OLDENBURG - Der „Psychiatrieverbund Oldenburger Land", der im Bieterverfahren für das Landeskrankenhaus Wehnen nicht berücksichtigt wurde, habe durchaus noch Chancen, die Klinik zu erwerben. Das erklärte der CDU-Fraktionsvorsitzende im Niedersächsischen Landtag, David McAllister, am Rande einer CDU-Veranstaltung in Hude (Landkreis Oldenburg) auf NWZ -Anfrage.„Die Bewerbung des Psychiatrieverbunds wurde lediglich zurückgestellt", reagierte McAllister auf Ungereimtheiten beim Bieterverfahren, die Zweifel an der Unabhängigkeit der Beraterfirma Pricewaterhouse Coopers aufkommen ließen (die NWZ berichtete in ihrer Sonnabend-Ausgabe). Die Verhandlungen mit dem Psychiatrieverbund könnten jederzeit wieder aufgenommen werden.
Der CDU-Fraktionschef zur NWZ : „Als positive Nachricht sollte die Einigung mit ’Verdi’ im Überleitungstarifvertrag nicht unerwähnt bleiben." Darin sind u.a. für die Mitarbeiter der Kliniken – wie berichtet – für mindestens sechs bis maximal zehn Jahre betriebsbedingte Kündigungen ausgeschlossen.
Die Dienstleistungsgewerkschaft „Verdi“ hat indessen ihre Kritik am Bieterverfahren angesichts der NWZ –Veröffentlichungen verschärft. Die Sozialministerin habe die Beraterfirma PWC bereits damit beauftragt, das von „Verdi“ bei einer unabhängigen Unternehmensberatung in Auftrag gegebene Alternativgutachten zum Klinikenverkauf kritisch zu bewerten. „Wenn jetzt ein und dieselbe Beraterfirma Alternativgutachten bewerten kann, dann selbst das Verkaufsverfahren abwickelt und Geschäftsbeziehungen zu potenziellen Käufern unterhält“, dann ist das einfach unglaublich, teilte „Verdi“-Landesleiter Wolfgang Denia mit.
