IHLO - In nur fünf Tagen zum Ranger werden – das haben gerade 20 Kinder in Ostfriesland geschafft. Ein echter Ranger zeigte dem Naturschutzwart-Nachwuchs, wie Vögel beobachtet werden und wie eine Wanderung durch das Watt funktioniert.
Zur Ausbildung der Acht- bis Zehnjährigen gehörten auch ein Besuch der Seehundstation in Norddeich und die Erfassung von Brutvogel-Gebieten. Niedersachsens Umweltminister Hans-Heinrich Sander (FDP) zeichnete am Freitag die erfolgreichen Absolventen in der Naturschutzstation Fehntjer Tief in Ihlow (Kreis Aurich) mit Urkunden aus.
Es war das zweite Junior Ranger Camp für Ostfriesland und den Nationalpark Wattenmeer mit elf Mädchen und neun Jungen. Die Ausbildung geht aus dem NaturerlebnisAbzeichen Ostfriesland hervor.
In zahlreichen Umwelteinrichtungen der Region können Kinder Veranstaltungen besuchen und bekommen dafür einen Stempel in einen speziellen Pass. Nach drei Stempeln erreichen sie das erste Abzeichen, den „Igel“, nach vier die „Strandkrabbe“ und nach zwölf Stempeln den „Kiebitz“. Damit können sie die Ausbildung zum Junior Ranger antreten. Zum Handwerkszeug gehört auch Öffentlichkeitsarbeit und Präsentationstechniken für Vorträge und Messestände.
Ziel ist es nach Angaben der Nationalparkverwaltung in Wilhelmshaven, das Naturinteresse und die Motivation der Kinder langfristig zu fördern. Das Naturerlebnis-Abzeichen Ostfriesland ist dabei ein offizielles Projekt des von den Vereinten Nationen (UN) aufgelegten Programms „Bildung für nachhaltige Entwicklung“.
