IM NORDWESTEN - Das Anglerheim an der Thülsfelder Talsperre wurde von Grund auf saniert und neue Büroräume hat der Landesfischereiverband Weser-Ems auch bekommen: Vieles hat sich im vergangenen Jahr für die Sportfischer verändert. Bei der Mitgliederversammlung, dem Sportfischertag in Hude, zog Präsident Bernhard Pieper Bilanz.

„Ich bin stolz darauf, dass wir es geschafft haben, nach meinem Amtsantritt die Finanzen des Verbandes auf solide Beine zu stellen“, sagte Pieper. Notwendige Anschaffungen habe der Verband trotzdem getätigt – unter anderem sind das ein neues E-Gerät und ein Stereomikroskop.

Das vergangene Jahr hatte aber auch negative Höhepunkte, wie „das furchtbare Szenario, das sich am 28. März in Lingen am Dortmund-Ems-Kanal ereignet hatte“, sagte Pieper. Es hatte Explosionen auf einem Schiff gegeben, das daraufhin große Mengen Treibstoff verlor. „Nun geht es um die Schadensregulierung. Die Federführung liegt hier bei unserem Verband, der bereits sämtliche erforderliche Schritte eingeleitet hat“, so der Präsident.

Pieper gab in seiner Rede gleichfalls Anlass zur Freude: „Es ist uns gelungen, den Deutschen Fischereitag des Deutschen Fischereiverbandes 2012 nach Papenburg zu holen.“ Pieper ist alter und neuer Vorsitzender – bei der Mitgliederversammlung wählten die Anwesenden das gesamte Präsidium wieder. 

Ehrengast war unter anderem der Niedersächsische Umweltminister Dr. Stefan Birkner. Er lobte das Engagement des Verbandes, darunter den Einsatz für die biologische Vielfalt und die Renaturierung von Gewässern. Birkner kam aber auch auf das Streitthema Wasserkraft zu sprechen. In der Ems sollen sieben Turbinen gebaut werden – sie machten die Bemühungen des Verbandes wieder zunichte, erklärt Vizepräsident Heinz Gräßner. Die sogenannte Durchgängigkeit des Wassers werde verhindert, Fische verendeten in den Turbinen. Birkner sprach von „politischer Fehlsteuerung“ und machte deutlich, dass die Genehmigung für den Bau noch nicht erteilt sei.