Hannover - Niedersachsens Behörden sind beim Versuch, deutsche Dschihadisten durch Passentzug an der Ausreise zu hindern, auf gerichtsverwertbare Hinweise angewiesen. Dies betonte der Vize-Chef des niedersächsischen Landeskriminalamtes (LKA), Thomas Ring, am Mittwoch.

Er wies damit Berichte von NDR, WDR und Süddeutscher Zeitung über gravierende Versäumnisse „vehement zurück“. Die Medien hatten über die Ausreise von 15 Islamisten aus Wolfsburg nach Syrien und in den Irak berichtet. Laut LKA gab es 2010 vier Fälle von Passentzug, doch wurden den Betroffenen nach einem Richterbeschluss die Dokumente zurückgegeben.