JADE - JADE - Der zukünftige hauptamtliche Bürgermeister der Gemeinde Jade soll von den Parteimitgliedern aus einer möglichst großen Schar von Bewerbern ausgewählt werden. In einer heute in der NWZ erscheinenden Anzeige suchen die vier Ortsverbände der im Rat vertretenen Parteien gemeinsam nach Bewerbern. Die Stelle wird mit der Gehaltsgruppe A 15 vergütet, die Amtszeit läuft über acht Jahre und beginnt am 1. Januar 2008.

Der in der Gerüchteküche gehandelten Kandidatur des derzeitigen ehrenamtlichen Bürgermeisters Henning Kaars (UWG) erteilt der Amtsinhaber „definitiv“ eine Absage. Er hofft, dass sich alle Parteien auf einen Kandidaten einigen werden. Kaars: „Der Beste soll es werden.“

Von einer „basisdemokratischen Entscheidung“ zur Kandidatenfindung spricht der SPD-Ortsvereinsvorsitzende Michael Esken. Der hauptamtliche Bürgermeister soll „ein guter Geschäftsführer der Firma Jade“ sein. Im Grundsatz seien sich alle Parteien einig. Esken: „Es sollen keine alten Kader in das Amt gehievt werden.“ Deshalb finden die Mitgliederversammlungen der Parteien alle gleichzeitig an verschiedenen Orten statt, in denen der Bürgermeisterkandidat gewählt wird. Dadurch seien keine überparteilichen Absprachen möglich.

In die gleiche Kerbe schlägt auch Jürgen Barre, Gemeindeverbandsvorsitzender der CDU. Es soll der Beste für Jade gewählt werden. Es sei möglich, dass nach der Parteienkür mehrere Kandidaten ins Rennen geschickt werden.

Bewerbungsschluss ist der 24. April. Nach einer Vorauswahl wird eine Findungskommission bestehend aus sieben Mitgliedern aller Parteien etwa fünf Bewerber auswählen, die sich in einer öffentlichen Podiumsdiskussion vorstellen. Der Kommission gehören an: Rolf Grimm und Jörg Schröder (UWG), Michael Esken, Johan Scholtalbers (SPD), Jürgen Barre, Alken Tjarks (CDU) und Rudolf Brook (FDP). Eine Woche nach der Podiumsdiskussion treffen die Mitgliederversammlungen der Parteien dann ihre Entscheidung.

Die Amtszeit des amtierenden Verwaltungschefs Günther Hellwig endet am 31. Dezember.