JADE - Fachleute stellen die Ziele des Förderprogramms vor. Die Umsetzung der bewilligten Maßnahmen zieht sich über mehrere Jahre hin.
von torsten wewer
JADE - „Dies ist eine einmalige Chance. Die kommt nicht wieder.“ Mit deutlichen Worten wirbt Bert Diekmann vom Planungsbüro Diekmann&Mosebach für die Teilnahme der Jader Bürger am Dorferneuerungsprogramm. Wie berichtet, sind die Ortsteile Jade, Jaderaußendeich sowie Jaderaltensiel im vergangenen Jahr kurzfristig in das Förderprogramm des Landes Niedersachsen aufgenommen worden. Welche Entwicklungsmöglichkeiten sich daraus ergeben, erläuterten beteiligte Fachleute am Donnerstagabend auf einer Bürgerversammlung im evangelischen Gemeindehaus.Das Planungsbüro aus Rastede wird die Dorferneuerung fachlich begleiten und bei Gestaltungsfragen beraten, außerdem am Zielkatalog mitarbeiten, der Grundlage aller Maßnahmen sein soll. Dieser Katalog soll in etwa einem Jahr ausgearbeitet sein – von einem Arbeitskreis, der am Donnerstagabend gebildet wurde. Darin sitzen Vertreter der örtlichen Vereine und Verbände, der Kirchengemeinde sowie Vertreter aus Rat und Verwaltung.
Wenn dieses Zielkonzept fertiggestellt ist, dann muss der Gemeinderat diese Maßnahmen formell beschließen. Erst danach kann es dem zuständigen Amt für Landentwicklung in Oldenburg zur Genehmigung vorgelegt werden. Diese Behörde entscheidet dann, welche Maßnahmen gefördert werden (und ggf. welche nicht gefördert werden). Mit dem Zuwendungsbescheid der Behörde beginnt dann die praktische Umsetzung. Nach Angaben des Behördenleiters, Bernhard Ellberg, dauert die Umsetzung aller Maßnahmen mehrere Jahre. Ellberg rechnet in der Regel mit einem Förderzeitraum von sieben Jahren.
Das Ziel der Dorferneuerung ist einerseits, Ortsbildprägendes zu erhalten, gleichzeitig aber auch das Lebens- und Wohnumfeld zukunftsorientiert zu verbessern. Für die in Frage kommenden Ortsteile der Gemeinde Jade sind am Donnerstag erste mögliche Gestaltungsideen skizziert worden: Veränderung der Ortseingangssituationen in Jade (sowohl aus Jaderberg als auch von der Bollenhagener Straße kommend), Veränderung des Kirchen-Vorplatzes, (Um-)Gestaltung von Wegen. Alles, was zur „Stärkung typischer Elemente des Ortsteiles“ sowie zur „Wahrung und Entwicklung der besonderen Eigenheiten und Schönheiten“ beitrage, so Olaf Mosebach vom Planungsbüro, kann über das Dorferneuerungsprogramm finanziell bezuschusst werden.
Das Programm sieht die Förderung öffentlicher Maßnahmen (etwa Straßen) und privater (beispielsweise Fassadengestaltung oder Gartengestaltung) vor. Die öffentlichen Maßnahmen werden in der Regel mit bis zu 50 Prozent der Kosten bezuschusst, private mit bis zu 30 Prozent. Da es öffentliche Gelder sind, müssen bei der Gewährung von Zuschüssen aber bestimmte (Gestaltungs-)Bedingungen erfüllt werden – etwa in Bezug auf die Materialwahl. Die Teilnahme am Förderprogramm ist allerdings freiwillig.
Der Arbeitskreis tagt regelmäßig. Zunächst wird eine Ortsbegehung stattfinden, damit sich die Mitglieder einen ersten Überblick verschaffen können.
Informationen über die Dorferneuerung gibt auch die Gemeinde Jade unter Tel. 04454/8990 (Enno Höpken oder Gemeindedirektor Günther Hellwig).
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