JADE - Die Auswirkungen des Autobahnbaus müssen bei der Planung berücksichtigt werden. Ortsumgehungen sind für SPD keine Billiglösungen.
von torsten wewer
JADE - Die SPD-Fraktion im Jader Gemeinderat begrüßt mehrheitlich die Planungen zur Küstenautobahn A 22. Favorisiert wird von den Sozialdemokraten die Trassenführung, die von der A 29 ab Wapeldorf nördlich an Jaderberg vorbeiführt und dann über Jaderaußendeich und oberhalb der Mentzhauser Straße ins Gemeindegebiet Stadland und zum Wesertunnel geführt wird (Planungsabschnitte 312, 313 und 314). „Aus unserer Sicht schonen wir dabei Siedlungsgebiete. es sind auch nur wenige Häuser betroffen, an denen die Trasse näher verläuft“, erklärte Fraktionsvorsitzender Johan Scholtalbers jüngst in der Ratssitzung. Dabei sei klar, „dass noch viele Punkte geklärt werden müssen“. Doch „solange wir noch gefragt werden, sollten wir unsere Stimme erheben“, betont Scholtalbers.Der SPD sei klar, so Scholtalbers weiter, dass es durch den Bau der A 22 zu erheblichen Veränderungen kommen werde. Die Auswirkungen auf Flora und Fauna dürften daher nicht unberücksichtigt bleiben, ebenso wenig wie die sozialen Gesichtspunkte. Andererseits wolle „die große Masse eine schnelle Lösung“. Scholtalbers: „Die Ausgangslage ist doch so, dass der Verkehr in den nächsten Jahren zunehmen wird“.
Die Gegner der Autobahn seien bisher eine Antwort schuldig geblieben, wo der zunehmende Verkehr, nicht zuletzt durch den Bau des Jade-Weser-Ports, dann durch soll. „Ich habe bisher noch keine konkreten Vorschläge vernommen, die Aussicht auf Verwirklichung haben oder in der Bevölkerung unstrittig sind“, unterstreicht der Fraktionsvorsitzende.
Bei einer völligen Neuplanung, etwa Ortsumgehungen, seien vier Ortsteile der Gemeinde betroffen (Jaderberg, Jade, Diekmannshausen, Schweiburg). Bei der derzeitigen Verschuldung des Landes würde eine solche Planung „auf den Sankt Nimmerleinstag verschoben“. Im Übrigen, so Scholtalbers weiter, seien Ortsumgehungen „keine Sparlösung“. Die Umgehung in Rodenkirchen etwa habe 50 Millionen Euro gekostet.
