Nicht nur im Oldenburger Land oder in der Hauptstadt Berlin wird gern und viel Grünkohl gegessen. Auch in Israel heißt es mittlerweile „Deffig Ollnborger Gröönkohl-Äten“. Uwe Gräbe, Pfarrer aus Edewecht (Landkreis Ammerland), ist seit 2006 Probst von Jerusalem und hat es nach vierjährigen Zuchtversuchen endlich geschafft, Ammerländer Grünkohl in größeren Mengen anzubauen. Gesät wird erst im Oktober zum Ende der heißen Jahreszeit. Geerntet werden kann schließlich um Ostern herum. Den Frost muss Gräbe dem Kohl allerdings im „Gefreerschapp“ verpassen. Beim ersten Jerusalemer Grünkohlessen im vergangenen Jahr gab es noch Kohl, der unter Bananenstauden angebaut worden war. Inzwischen weiß Bär, dass unter Zitronenbäumen der bessere Platz ist. Jetzt ist die Ernte reif und einer zünftigen Kohlfahrt steht an diesem Freitag nichts im Wege. Vielleicht wird in der Probstei auch ein Kohlkönigspaar gekürt, kündigt Gräbe an.
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