Betrifft:
„Viele Kamine sorgen für eine Luft wie in der DDR“ (NWZ -Leserforum vom 4. März)Man kann Ihre klaren Worte zur Belästigung durch Kaminöfen nur unterstreichen! Problematisch ist so eine öffentliche Kritik allemal, denn mit der Toleranz unserer lieben Nachbarn ist es nicht weit her.(...) Ich habe mich schon im vorletzten Winter und erneut im letzten Winter an den zuständigen Bezirksschornsteinfeger, Herrn Friedrichs, gewandt und ihn auf die starke Luftbelastung hingewiesen.
Einerseits wird die Erneuerung der Heizungsanlage unserer Tochter und unseres Schwiegersohn (...) mit der Begründung verlangt, die Abgaswerte seien zu hoch (1,5 % über Toleranz). Andererseits können Nachbarn ihre Kaminöfen ohne Beanstandung mit weitaus höherer und deutlich gesundheitlich belastender Luftbelastung betreiben, ohne dass eine Kontrolle während des belastenden Betriebes durchgeführt wird! An die Vorschrift, nur drei Jahre abgelagertes Holz zu verbrennen, hält sich eh niemand.
Auch baulich gilt (...) eine Vorschrift, die z.B. für den Anbau eines kleinen Wintergartens an die Wohnzimmerterrasse nicht nur die Zustimmung der Nachbarn sondern auch eine Baugenehmigung vorsieht. Offensichtlich gilt dieses Einverständnis der Nachbarn für belastende Kaminöfen nicht! Von der Veränderung des baulichen Erscheinungsbildes mal ganz zu schweigen. Die Kaminrohre sind nicht gerade eine architektonische Augenweide!
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Volker MeyerOldenburg
