Außerhalb des Protokolls wollte Wirtschaftsminister Jörg Bode die AWD-Arena in Hannover besuchen. Mit seinen engsten Mitarbeitern hatte der FDP-Politiker einen kleinen Betriebsausflug ins Stadion von Bundesligist Hannover 96 geplant. Doch der Minister musste kurzfristig absagen und sein Team ohne ihn losschicken. „Zu viel zu tun“, lautet die Begründung von Ministeriumssprecherin Anne Neumann. Vielleicht lag es auch am jüngsten Streit von Bode mit der Stadt Hannover um Firmenansiedlungen oder der Diskussion um eine mögliche Umbenennung des Stadions nach der AWD-Affäre.

Wahlen bei den Grünen sind kompliziert, doch beim Listenparteitag in Wolfsburg sorgte die Landtagsabgeordnete Ursula Helmhold dafür, dass auch die letzte Reihe kaum ungültige Stimmen produzierte. „Ihr müsst die Dinger behandeln wie ein Baby“, impfte Helmhold den Delegierten bei der Erklärung der Wahlzettel ein. „Die lässt man auch nicht unbeaufsichtigt auf dem Tisch liegen.“

Zu den größten Kritikern von Innenminister Uwe Schünemann (CDU) gehören ausgerechnet die Jungen Liberalen. Angesichts der Forderung von Schünemann, alle Fußballnationalspieler müssten vor Spielen die Nationalhymne singen, regte FDP-Nachwuchschef Oliver Olpen an, Schünemanns Ressort in „Ministerium für Inneres, Sport und Gesang“ umzubenennen. Die Jungen Liberalen befürworten dazu einen feierlichen Akt gemeinsam mit der Fußballnationalmannschaft in Hannover. Schünemann müsse zusammen mit Nationaltrainer Jogi Löw die Hymne singen, meinte Olpen.

Kein Glück hat Wissenschaftsministerin Johanna Wanka (CDU) mit ihrer Kantine. Erst wurde das Essen genießbar gemacht, dann durften Studenten den Raum auf dem Reißbrett verschönern. Zum Dank hat die Kantine jetzt einfach geschlossen. „Nur vorübergehend“, beschwichtigt Ministeriumssprecher Rüdiger Fischer. Für den Betreiber sei die Zahl der täglichen Essen schwer zu kalkulieren gewesen. Anders ausgedrückt: Die Mitarbeiter gehen lieber auswärts speisen.