Hannover - Die steigenden Flüchtlingszahlen haben in Niedersachsen anders als in anderen Teilen Deutschlands nicht zu mehr Angriffen auf Asylbewerberheime geführt. Von Anfang 2003 bis Mitte Oktober 2014 wurden insgesamt zwölf Übergriffe auf Flüchtlingsheime registriert, teilte das Innenministerium in Hannover auf eine Anfrage der Grünen hin mit. Protestaktionen im Umfeld der Unterkünfte wurden keine registriert.
Bundesweit gab es 2014 insgesamt mehr als 150 Attacken auf Flüchtlingsunterkünfte, dreimal so viele wie im Jahr zuvor. Bundesweit konnten 83 mutmaßliche Täter ermittelt werden. Alleine 67 der Vorfälle ereigneten sich im letzten Quartal des vergangenen Jahres. 41 Übergriffe gab es 2014 in Berlin, 44 in Sachsen.
