Das Ritual ist nur scheinbar nie verändert. Wenn der Papst seine Osterbotschaft an die Welt richtet, setzt er durchaus wechselnde Akzente, mahnt weltliche Regierungen und Machthaber zu mehr Friedensbemühungen und tröstet Unterdrückte.
Auch viele Bischöfe, sowohl aus der katholischen als auch der evangelischen Kirche, nutzen das Osterfest zu klaren Ansagen an die Welt, rufen beispielsweise zu mehr Solidarität mit den Mitmenschen auf.
Damit die österlichen Worte nicht wirkungslos verpuffen, ist es wichtig, dass kirchliches Handeln während des übrigen Jahres sich daran orientiert. Da gibt es eine Menge an konkreten Aufgaben. Nur wenn die christlichen Kirchen einen solchen Praxistest bestehen, können sie darauf hoffen, dass Worte Wirksamkeit entfalten.
An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen: Diese biblische Mahnung gilt nicht nur für weltliche Herrscher, sondern auch für die Kirchen selbst. Konkrete Taten zählen, wenn die Osterbotschaft die Welt erreichen soll.
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