KLEINENSIEL/HANNOVER -

Zwei atompolitische Sprecher und eine Physikerin wurden von der Teilnehmerliste gestrichen. Betreiber Eon gab Sicherheit als Grund an.

KLEINENSIEL/HANNOVER/BN - Verärgert darüber, dass ihren Beratern die Teilnahme verweigert wurde, haben Niedersachsens Landtagsgrüne einen für heute geplanten Informationsbesuch im Kernkraftwerk Unterweser (KKU) in Kleinensiel abgesagt.

Die Kraftwerksleitung habe unter anderem zwei atompolitische Sprecher von Greenpeace und eine Physikerin von der Teilnehmerliste gestrichen „Das kann nur bedeuten, das man keine Transparenz will. Wir können das nicht akzeptieren“, sagte Andreas Meihsies, atompolitischer Sprecher der Fraktion.

Nach Auskunft einer Sprecherin des KKU-Betreibers Eon hätten die Grünen ihre Anmeldung für eine Führung durch das Kraftwerk von zehn auf 23 Personen erhöht. Aus Sicherheitsgründen dürften es aber nur 15 Besucher sein. Deshalb sei darum gebeten worden, dass nur gewählte Parlamentarier teilnehmen sollten. Zur anschließenden Diskussion über die Sicherheit des Kraftwerks wären auch die anderen Besucher willkommen gewesen.