Oldenburg - Nach Kleingärtner- und Bürgerverein hat nun auch die Stadtverwaltung zum geplanten Umzug des Punkerplatzes Stellung genommen. In der Sitzung des Jugendhilfeausschusses wies Heiner Vahlenkamp, Fachdienstleiter Unternehmensservice und Liegenschaften, die Kritik zurück. Die Verwaltung habe den Kleingärtnerverein im Zusammenhang mit Versorgungsleitungen nicht unter Druck gesetzt.
Nach Vahlenkamps Einschätzung bestand Einvernehmlichkeit. In mehreren Gesprächen mit dem Verein Osternburger Gartenfreunde sei das Projekt erörtert worden. Zudem solle es Treffen zwischen Punkern und Kleingärtnern gegeben haben.
Wie berichtet, sollen die Punker ihren Platz an der Stedinger Straße verlassen, weil das Gelände für den Bau des neuen Wendebecken im Hafen benötigt wird. Im nächsten Jahr soll mit dem 5,2 Millionen Euro teuren Bauprojekt begonnen werden.
Ansiedeln will die Verwaltung den Punkerplatz östlich der Kleingartenanlage „Drielaker See“ am Hemmelsbäker Kanalweg unterhalb der Eisenbahnstrecke Oldenburg-Bremen. Aus Sicht der Verwaltung kommt nur dieser eine Platz in Frage.
Grafik zum Umzug des Punkerplatzes
Wie Vahlenkamp dem Ausschuss berichtete, gab es in den vergangenen 15 Jahren nie Konflikte mit den Punkern. Mit der neuen Fläche seien sie auch einverstanden.
Gespräche wegen des Umzugs führte die Verwaltung seit Juli mit den „Osternburger Gartenfreunden. Vahlenkamp bezeichnete die Gespräche als „offen und vertrauensvoll“. Die Verwaltung habe belegen können, dass sich die Stromleitungen der Kleingartenanlage im Eigentum der Stadt befinden. Für den Punkerplatz stehe eine gesonderte Versorgungsleitung zur Verfügung.
Geregelt sieht Vahlenkamp auch die Müllentsorgung. Am Platz würden Abfalltonnen aufgestellt. Zur Leerung bringen die Punker diese zum Sammelplatz des Kleingärtnervereins. Aufgestellt würden zudem mobile Toiletten.
Der Punkerplatz sei mindestens 500 Meter von den Wohngebäuden am Sandweg und Hemmelsbäker Kanalweg entfernt. Um zum Platz zu kommen, würden die Punker nicht diese Straßen, sondern einen Weg entlang des Hemmelsbäker Kanals benutzen.
Es sei nicht richtig, so Vahlenkamp, dass Kleingärten aufgegeben würden, weil die Punker kämen. Nach Parzellen gebe es einfach weniger Nachfrage, so dass heute schon an vielen Stellen im Stadtgebiet freie Flächen seien.
Auf Wunsch des Jugendhilfeausschusses sollen sich nun Verwaltung, Punker, Kleingärtnerverein, Bürgerverein und Politik beim Runden Tisch Osternburg zu einem gemeinsamen Informationstausch treffen.
