Hannover - „Blanker Hohn“, „erschüttert“, „Entscheidung gegen Kinder“ – im Landtag schlagen am Donnerstag die Wogen der Erregung hoch beim Thema Förderschulen.
Auf dem Tisch der Parlamentarier liegen zwei Petitionen mit insgesamt 70 000 Unterschriften, die den Erhalt der Förderschulen Lernen und Sprache fordern – eingereicht von Bianca Meyer (Dötlingen) und Kirsten Radtke (Wiefelstede). Vergeblich beschwören die CDU-Abgeordneten André Bock („Verstoß gegen die UN-Behindertenkonvention“) und Ulf Thiele die rot-grüne Mehrheit, diesen Bürgerwillen bei der neuen Schulgesetzgebung zu berücksichtigen.
„Wir arbeiten an der inklusiven Grundschule“, lässt der SPD-Schulexperte Christoph Bratmann keinen Zweifel, dass Förderschulen Auslaufmodelle sind. In der namentlichen Abstimmung sind SPD und Grüne nur bereit, die Petitionen als „Material“ für die Beratungen über die Schullandschaft zu akzeptieren.
