Autor des Beitrages ist Norbert Wahn, Leiter der Regionalredaktion
Die Havarie des Düngemittel-Frachters vor Helgoland in dieser Woche hat gezeigt, wie wichtig ein wirksames Notfall-Programm für die Küste ist. Dabei wurde in ähnlichen Fällen in der Vergangenheit viel Lehrgeld gezahlt.
Als Konsequenz aus der katastrophalen Havarie des Holzfrachters „Pallas“ war das Havariekommando als gemeinsame Einrichtung des Bundes und der fünf Küstenländer gegründet worden. Vor Amrum hatte die „Pallas“ 1998 brennend auf der Nordsee getrieben, schließlich strandete sie im flachen Wasser.
Unklare Zuständigkeiten begünstigten das Unglück. Verschiedene Koordinierungs- und Einsatzstellen hatten laut Untersuchungsbericht zu einem „Flaschenhalseffekt“ geführt, so dass koordinierte Maßnahmen ausblieben.
Deshalb arbeiten nun seit 2003 im Maritimen Lagezentrum des Havariekommandos erfahrene Nautiker rund um die Uhr – sie sind für jeden Krisenfall gerüstet. Und das ist beruhigend zu wissen. Bleibt zu hoffen, dass sie die Mission „Purple Beach“ erfolgreich zu Ende bringen.
