KREYENBRüCK - Das Gewerbegebiet hinter Hüppelux wird aufgegeben. Stattdessen entstehen hier Wohnungen.

Von Klaus Fricke

KREYENBRÜCK - Der Bauausschuss lässt bauen, und der Umweltausschuss – findet das gar nicht gut. Auf dieser Ebene bewegt sich derzeit die Diskussion um ein städtebauliches Konzept für eine große Fläche westlich des Buschhagenwegs und südlich des Osternburger Kanals.

Diese bislang leere Grasfläche war bisher als Gewerbegebiet ausgewiesen, um der nahen Firma Hüppelux Platz zum Erweitern zu geben. Wegen der geschäftlichen Entwicklung wird das Grundstück für diese Zwecke aber nicht mehr benötigt, stattdessen sollen hier ab dem Jahr 2006 viele Mehrfamilien-, Reihen-, Doppel- und Einfamilienhäuser entstehen.

Dass sich hier, unmittelbar hinter dem Deich des Osternburger Kanals, demnächst etwas tun wird, ist seit Monaten zu beobachten. Zwei Drittel der Fläche sind mit weißem Spülsand aus der Hunte (die NWZ berichtete) um einige Meter erhöht worden, um den Baugrund stabiler zu machen. Im Sommer bereits soll in einer Bürgerversammlung das genaue Konzept der Bebauung vorgestellt werden.

Was im Bauausschuss Konsens war, passte dem Umweltausschuss gar nicht. Ihm geht das Verfahren viel zu schnell, er fühlt sich übergangen. Naturschutzbeauftragter Heiko Vollquardsen hätte die Fläche (die seit langem gewerblicher Bebauung vorbehalten war) gern als Ausgleichsfläche, also unangetastet, behalten und vermutete gar eine „Gefälligkeitsplanung“. Und Hartmut Ludewig (Bund für Umwelt und Natur Deutschland) schimpfte: „Wenn das immer so läuft mit dem Verbrauch von Landschaft, ist dieser Ausschuss überflüssig.“ Gerd Iwanuk (Umweltamt), Maria Bollerslev (SPD) und Jochen Pade (Grüne) stimmten der Kritik zu.

Weiter geplant (und danach gebaut) wird wohl dennoch.