Bremerhaven - Zum Abschluss ihrer Weihnachtsferien in Deutschland haben zehn Kriegskinder aus der Ukraine mit ihren Gastfamilien das Klimahaus in Bremerhaven besucht. Insgesamt 20 Kinder im Alter von sechs bis 15 Jahren, deren Väter im Ukraine-Konflikt getötet oder verletzt wurden, hatten Weihnachten bei deutsch-ukrainischen Familien in Niedersachsen, Bremen, Schleswig-Holstein, Nordrhein-Westfallen und Hessen verbracht.

Im August hatte Initiator William Dubas, der selbst aus dem osteuropäischen Land stammt, zusammen mit dem Zentralverband der Ukrainer in Deutschland bereits ein ähnliches Projekt als Sommercamp für 25 Kinder in Brandenburg organisiert.

In Deutschland hätten die Kinder eine heile Welt erlebt, sagte Dubas nach der Besichtigung am Freitag. „Die Kinder waren traumatisiert, sie konnten zwei Wochen lang aus dem Kriegsalltag flüchten. Die Gastfamilien haben sich rührend um sie gekümmert.“ Er hoffe, dass die Kinder viel aus Deutschland mitnehmen und später mithelfen können, die Zukunft der Ukraine in Europa zu gestalten. Über die Kinder aus dem Sommercamp wisse er, dass sie von dem Besuch in Deutschland längerfristig profitiert hätten.

Im Klimahaus konnten die Kinder einen Rundgang um die Welt mit Stationen in den verschiedenen Klimazonen machen. Schwitzen in der Wüste, frieren im ewigen Eis, eine Südseeinsel – alles unter einem Dach. Anschließend hatten die jungen Gäste beim gemeinsamen Mittagessen Gelegenheit ihre Erlebnisse auszutauschen. „Die Gesichter sahen alle ganz glücklich aus“, sagte die Pressesprecherin des Klimahauses, Sylvia Schuchardt. Am Sonntag geht es nach Hause zurück.